Prävention als Spielvorteil: Trainerfortbildung beim TuS Glane mit Chantal Bathe – TuS Glane

Verletzungen vorbeugen, die Leistung steigern und den Spaß am Sport langfristig sichern – unter diesem Motto stand die jüngste Trainerfortbildung beim TuS Glane. Als Referentin konnte der Verein Chantal Bathe von der renommierten Stiftung „Sicherheit im Sport“ gewinnen. In einer intensiven Einheit lernten die Trainer, warum ein modernes Aufwärmprogramm weit mehr ist als bloßes „Rundendrehen“. Zum Einstieg verdeutlichte Chantal Bathe eine ernüchternde Statistik: Fußball führt die Liste der Sportarten mit den meisten Verletzungen an. Ob Bänderrisse, Zerrungen oder schwere Knieverletzungen – das Risiko spielt auf dem Rasen ständig mit. Doch die gute Nachricht der Expertin folgte sogleich: Ein Großteil dieser Verletzungen ist kein Schicksal, sondern durch gezielte Vorbereitung vermeidbar.

Das „Warm-up“ neu gedacht: Mehr als nur Temperatur
„Richtiges Aufwärmen ist die beste Versicherung für Sportler“, betonte Bathe. Um dieses Ziel systematisch zu erreichen, stellte Bathe mit dem leicht verständlichen LaMoKraKo Modell vier zentralen Bausteine des modernen Aufwärmens vor.
• La (Laufen): Moderate Einlaufphase zur Aktivierung des Herz-Kreislaufsystems
• Mo (Mobilisation): Dynamisches Bewegen der Gelenke und Dehnen der Muskelketten.
• Kra (Kraft): Aktivierung und Kräftigung der stabilisierenden Zielmuskulatur
• Ko (Koordination): Aktivierung des Nervensystems durch komplexe Bewegungsabläufe. Landungen nach Kopfballduellen
Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von den wissenschaftlichen Belegen, die Bathe präsentierte. Studien zeigen, dass durch spezifische Präventionsprogramme die Rate an akuten Verletzungen um bis zu 50 Prozent gesenkt werden kann.
Doch Prävention ist nicht nur Schadensbegrenzung. Ein qualifiziertes Aufwärmprogramm führt zu einer signifikanten Leistungssteigerung. Durch die verbesserte Ansteuerung der Muskulatur steigen Schnellkraft, Sprunghöhe und Agilität – Faktoren, die im modernen Fußball oft über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Nach dem theoretischen Teil ging es in die praktische Umsetzung. Chantal Bathe demonstrierte Übungen, die ohne großen Materialaufwand direkt in den Trainingsalltag der verschiedenen Altersklassen beim TuS Glane integriert werden können.
„Unser Ziel ist es, dass unsere Trainer nicht nur wissen, dass sie aufwärmen müssen, sondern wie sie es so gestalten, dass ihre Spielerinnen und Spieler fit durch die Saison kommen“, resümierte Fritz Wellmann, Vorsitzender des TuS Glane und bedankte sich im Namen aller Teilnehmer für die anregende und lehrreiche Fortbildung.

Foto: F. Wellmann
Teilnehmer der Trainerfortbildung des TuS Glane zum Thema „Verletzungsprävention durch richtiges Aufwärmen“

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